Künstlersozialabgabe

Die Künstlersozialabgabe
Seit 15. Juni 2007 wurde der Deutschen Rentenversicherung die Aufgabe übertragen, die Zahlung der Künstler- sozialabgabe zu überwachen. Die Rentenversicherungsträger sind nun neben der Künstlersozialkasse auch verpflichtet die rechtzeitige und vollständige Entrichtung der Künstlersozialabgabe bei den Arbeitgebern zu prüfen.

Was ist die Künstlersozialabgabe?
Seit 1983 sind die selbständigen Künstler und Publizisten mit der Künstlersozialversicherung in den Schutz der gesetzlichen Sozialversicherung einbezogen. Es gilt hier die Besonderheit, dass Künstler und Publizisten nur die Hälfte ihrer Beiträge selbst tragen müssen. Die andere Beitragshälfte wird durch einen Bundeszuschuss und eine Abgabe der Unternehmen finanziert, die künstlerische und publizistische Leistungen verwerten. Allgemein lässt sich sagen: Abgabepflicht besteht für alle Unternehmen, die regelmäßig Aufträge an freie Künstler oder Publizisten vergeben und deren Leistungen verwerten! Für die Inanspruchnahme selbständiger künstlerischer oder publizistischer Leistungen ist in diesen Fällen Künstlersozialabgabe zu zahlen.

Dieses Thema verbreitet momentan unter Werbeschaffenden und Verwertern Angst und Schrecken. Zumal noch sehr viel Ungewissheit vorhanden ist. Wer ist „Künstler“, wie werden die Abgaben berechnet? Fragen denen man sich stellen sollte bevor im Rahmen einer Betriebsprüfung das große Aufwachen stattfindet.

Als selbst Betroffener hat Ralf Scherlinzky von web & print design in Heilbronn das Informationsportal Kostenfalle Künstlersozialabgabe (ksk-falle.de) geschaffen.

Weiterführende Informationen:
Deutsche Rentenversicherung – Künstlersozialabgabe
Künstlersozialkasse
IHK Berlin: Merkblatt zur Künstlersozialabgabe (PDF)

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